Autohaus Brennsteiner – das war’s…

Ich sitze wieder mal in einer Kfz-Werkstatt – mit meiner A-Klasse, gekauft vor einem Jahr beim Autohaus Brennsteiner in Dingolfing. Heute wird mich der Spass ca. 300,–€ kosten. Was fehlt? Mal was ganz anderes, direkt originell: Probleme mit den Bremsen… Nicht nur, dass die weiterhin elend quietschen, der Mechaniker hat mir gezeigt, wo das Problem liegt. Und diesmal so genau und verständlich, dass sogar ein Laie das kapieren kann. Denn man kann Leute auch mit technischen Details „blödreden“ – der Besitzer versteht nicht genau, um was es geht und kann jede Reparatur nur abnicken…

Tja, wie mein Webmaster zu mir sagte: „Manchmal gewinnt man und manchmal verliert man.“ Ich hätte ja gerne gewonnen, weil ich hier ganz schön verarscht wurde. Ist meine persönliche Meinung, aber beim Autohaus Brennsteiner darf man ja keine eigene Meinung haben, denn dann kann man ganz schnell eine Abmahnung bekommen.
Weil die Sache ja gegessen ist, möchte ich mich heute mal bei der Firma Brennsteiner und beim Chef-Verkäufer, Herrn Kraehn, persönlich bedanken:
„Liebe Firma Brennsteiner, es ist vorbei. Finanziell kann ich mir Gerechtigkeit leider nicht mehr leisten. Denn Recht haben und Recht bekommen sind leider 2 Paar Stiefel…
Im Vertrauen habe ich mich an Sie gewandt. Mercedes ist gut, „richtiges“ Autohaus ist besser.
Wer weiss, was einem in Hinterhofwerkstätten so alles angedreht wird? Und wo Sie doch eine Plattform für eine CSU-Veranstaltung lieferten – also wie der Name schon sagt: christlich und sozial…
Wo doch alle so vornehm, gut gekleidet und rhetorisch gewandt sind, muss doch auch alles ordentlich ablaufen. Sie haben mir dann ein Auto mit ca. 20 „Schönheitsfehlern“ verkauft. Sie wissen schon: die Bohrlöcher des Vorgängers im Innenraum, die fehlende Abdeckung der Sitzverstellung (natürlich ist Ihr Ersatz gleich wieder abgebrochen), die deutlichen Lackkratzer hinten und vorne, das Problem mit dem Kraftschluss… Das wurde im KV aber schon pauschal vergütet. Ein cleverer Schachzug, Hut ab!

Der Beifahrersitz wurde noch ein bisschen mit Spezialmitteln gepimpt – sah’ auf den ersten Blick dann auch ganz nett aus. Kurz und gut, Sie wussten genau, was Sie taten. Und auch das Bremsenquietschen wurde nach zweimaliger Mängelrüge als eine Lappalie abgetan. „Das vergeht schon wieder…“ und „Dann machen Sie halt das Radio lauter“. „Sie können das Auto zurückgeben, aber das Bremsenquietschen kann von alleine vergehen. Und es ist ja auch nicht eilig…“
Warum die defekten Injektoren nicht gleich repariert wurden, sondern erst eine von Ihnen gesetzte Frist ablaufen musste, ist mir bis heute ein Rätsel. Hatte das etwas mit der Kostenübernahme der CarGarantie zu tun? Ich weiss es nicht, habe mir die Frist auch nicht ausgerechnet (obwohl ich das schriftlich habe), man spekuliert halt so vor sich hin…
Meine Beauftragung eines Anwalts muss Sie sehr amüsiert haben. Sie wussten ja genau, dass Sie am längeren Hebel sitzen. Schliesslich sind Sie ja alle Profis…

Nun, ich sitze nun mit einem Auto da, dass ich mir eigentlich nicht mehr leisten kann. Dummerweise kann ich aber auch nicht verkaufen. Der Rat Ihres Herrn Kraehn, ich könne ihn auch mit dem Quietschen verkaufen, denn ich sei als Privatperson ja „aus der Haftung“, entspricht leider auch nicht der Wahrheit. Mein Anwalt hat mir gesagt, dass auch eine Privatperson haftbar gemacht werden kann, wenn sie vorsätzlich Mängel verschweigt. Abgesehen davon finde ich es persönlich charakterlich unter aller S…, jemandem so etwas anzutun. Aber vermutlich wissen Sie jetzt nicht, was ich damit meine.

Rechne ich jetzt alle Kosten zusammen, hätte ich mir doch glatt einen Neuwagen kaufen können. Tja, liebes Autohaus Brennsteiner, dann kann ich Ihnen eigentlich nur weiterhin gute Geschäfte, fette Gewinne, ein schönes Leben und Ihren Kunden ein gesundes Misstrauen wünschen. An dem hat es mir leider gemangelt.“

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